"PV-Trend ist ungebrochen" Hohe Resonanz für WVG-Veranstaltung

Warstein. Auf große Resonanz ist am Dienstagnachmittag der von der Warsteiner Verbundgesellschaft (WVG) veranstaltete PV-Spaziergang gestoßen. Rund 25 Interessierte waren zur großen Photovoltaikanlage Zum Puddelhammer gekommen. Eigentümer und Erbauer Tobias Kruse erläuterte ausführlich und leicht verständlich, warum und wie er die Anlage 2011 gebaut hat. Energieberater Stefan Rellecke aus Belecke ergänzte die Ausführungen und half, die Erkenntnisse aus der Großtechnik auf den Privatanwender herunterzubrechen. WVG-Prokurist Sascha Bauch resümierte nach einer Stunde: „Die gute Beteiligung ist für diese recht spontane Aktion schon beachtlich. Die Teilnehmer waren bestens vorbereitet, so dass es zu einem interessanten Austausch kam.“

Stefan Rellecke erläuterte, dass eine Anlage für den Privatnutzer mit rund 3.000 bis 5.000 Kilowattstunden Stromverbrauch pro Jahr sich nach etwa 12 Jahren amortisiert habe. Anlagenbauer Kruse nannte eine Größenordnung von rund 13.000 Euro netto für eine private PV-Anlage und sagte auch: „Inzwischen gehen wir weg von einer rein nach Süden ausgerichteten Anlage. Wir bauen immer mehr Anlagen, die nach Osten und nach Westen ausgerichtet sind. Es geht um die möglichst lange Sonnenausbeute, nicht darum, Solarstrom zu erzeugen, wenn die Sonne um die Mittagszeit am höchsten steht.“ Problematisch seien mitunter Schieferdächer und Flachdächer. „Am liebsten montieren wir auf Pfannendächern. Bei Schieferdächern haben wir immer gerne einen Dachdecker mit dabei, damit die Befestigung wirklich gut und wasserdicht wird“, erzählte der Experte. Bei Flachdächern solle man sich einen Statiker mit hinzuziehen, empfiehlt Kruse: „Die Anlagen auf Flachdächern müssen mit Steinplatten beschwert und windfest gemacht werden. Kommt im Winter dann noch Schnee dazu, kann das Dach vielleicht die Last nicht aushalten.“

Der PV-Trend, so waren sich Rellecke und Kruse einig, sei ungebrochen. Allerdings müsse sauber geplant und passgenau dimensioniert werden. Denn die staatlichen Zuschüsse und Vergütungen sind mittlerweile sehr zurückgestutzt. Immerhin gebe es für einzelne Komponenten noch KfW-Förderung.