Neue Ortsnetzstation in der Innenstadt


Neue Ortsnetzstation in der Nähe der Kirche.

Warstein. Die innerstädtische Stromversorgung in der Warsteiner Kernstadt ist vor wenigen Tagen unmerklich auf den aktuellen Stand der Technik gehoben worden. Die bisherige Umspannstation im Keller des Rathauses wurde im Auftrag der WVG Netz GmbH durch eine neue 630 Kilowatt-Kompakt-Trafostation unmittelbar neben der St. Pankratius-Kirche ersetzt. Gleichzeitig wurden kleinere Schaltschränke in Rathausnähe installiert, um Wochenmarkt, Spargelsonntag und Kirmes komfortabel und sicher jederzeit mit Strom versorgen zu können. Die Gesamtinvestition der Umbau- und Erneuerungsmaßnahmen rund um die Kirche und den Rathausplatz beläuft sich auf rund 200 000 Euro.

Mit rund 50 Jahren Betriebszeit war die Trafostation im Rathaus in die Jahre gekommen. An ihre Stelle trat nun eine moderne 10-Kilovolt-Kompakt-Ortsnetzstation. „Die neue Ortsnetzstation ist so ausgelegt, dass die weitere Entwicklung in der Innenstadt in Zukunft gesichert ist“, erklärt Jens Viefhues, Geschäftsführer der WVG Netz und als Leiter des Regionalzentrums Arnsberg der Westnetz GmbH verantwortlich für die technische Entwicklung der Energienetze in der Region. Zudem sei die komplette Erneuerung der alten 10-kV-Ortsnetzstation am Rande des Kirchplatzes preisgünstiger als die Ertüchtigung der alten Anlage im Rathaus.

Die umfangreichen Arbeiten haben sich über 3 Wochen erstreckt. Dafür waren Pflasterarbeiten rund um das Rathaus erforderlich geworden. Insgesamt wurden ca. 

1000 m Niederspannungskabel (400 Volt), ca. 500 m Mittelspannungskabel (10000 Volt) und ca. 600 m Straßenbeleuchtungskabel unter der Straßenoberfläche verlegt. Die so genannte Umbindung von der alten an die Neue Station erfolgte noch in der Karwoche. Die Tiefbauarbeiten sowie die umfangreichen Elektromontagearbeiten wurden von der heimischen Firma Hans Müller GmbH aus Warstein durchgeführt.

Die WVG Netz ist Eigentümerin der Infrastruktur für die Strom- und Gasversorgung in Warstein. Sie hat die Westnetz mit dem Betrieb und der Weiterentwicklung der Netze beauftragt. Hintergrund der Investition ist die Errichtung neuer Gebäude und die damit verbundene Ansiedlung von Gewerbe im Umfeld des Rathauses. Das bedeutet künftig einen höheren Leistungsbedarf in der Kernstadt.

Über WVG und WVG Netz

Die WVG versorgt im Raum Warstein 11.000 Haushalte mit Strom und 5.500 Haushalte mit Erdgas. Die Gesellschaft wurde 1999 gegründet und befindet sich zu 59,8 % im Eigentum der Stadt, zu 25,1 % im Eigentum der Westenergie AG und zu weiteren 15,1 % im Eigentum der Warsteiner Brauerei. Für die WVG arbeiten vor Ort in Warstein 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Strom- und Gasnetz wurde am 1. Januar 2015 an die WVG-Netz-GmbH, eine 100%ige Tochtergesellschaft der WVG, übertragen. Der Betrieb des Strom-und Gasnetzes erfolgt auf Pachtbasis durch die Westnetz GmbH, den Verteilnetzbetreiber der Westenergie AG. Geschäftsführer der WVG mbH ist Andreas Schunk. Geschäftsführer der WVG Netz GmbH sind Jens Viefhues und Andreas Schunk.