Was man zur Energetischen Sanierung wissen muss

Das energieeffiziente Haus

Neben dem kontinuierlichen Umstieg auf Ökostrom stellt die energetische Sanierung eine weitere Stellschraube der Energiewende dar. Durch eine energetische Sanierung wird das Haus energieeffizienter. Dafür sind einige Maßnahmen nötig, die den Verbrauch und damit auch die Wirtschaftlichkeit optimieren. Der Staat unterstützt einige Vorhaben mit Fördermitteln.

Klimaneutrale Gebäude tragen einen großen Teil zum Klimaschutz bei. Um sie entsprechend aufzurüsten, braucht es die energetische Sanierung. Beispiele für die nötigen Maßnahmen, um die Energieeffizienz zu steigern:

  • Dämmung des gesamten Gebäudes
  • Austausch von Fenstern und Türen
  • Modernisierung der Heizungsanlage
  • Einsatz von Geo- oder Solarthermie
  • Nutzung von Photovoltaikanlagen

 

Vorteile für den Verbraucher

Eine energetische Sanierung kann zwar auf dem Papier erst mal eine kostspielige Angelegenheit sein, abschrecken lassen sollte man sich davon aber nicht. Besitzer von Eigenheim und auch Eigentumswohnung sparen durch die energetische Sanierung langfristig viel Geld. Dabei ist es für den Geldbeutel besser, die Planung so schnell wie möglich anzupacken. Nicht nur wegen der stetig steigenden Preise für fossile Brennstoffe. Eine neue Ölheizung mag deutlich sparsamer sein als die alte, wird allein schon wegen der CO2-Abgabe langfristig aber in den allermeisten Fällen immer noch teurer. Und nicht nur das: Sie bremst die Energiewende aus und verzögert die optimale Energieeffizienz mindestens um weitere 20 Jahre.

Ökonomische Vorteile:

  • Laut einer Dena-Studie zu Verbrauchskennwerten ergaben energetische Sanierungen eine Reduzierung des Primärenergieverbrauchs um rund 80 Prozent.
  • Die Investition in Sonnen-, Wind- und Wasserkraft sind Geldanlagen, denn die Energiequellen können im Gegensatz zu Öl und Gas gratis genutzt werden. Nach den Anschaffungskosten wirft die Technologie Rendite ab.
  • Energetisch sanierte Gebäude gewinnen auf dem Immobilienmarkt an Wert.

Ökologische Vorteile:

  • Deutlich weniger Treibhausgasemissionen.
  • Die CO2-Bilanz des gesamten Lebenszyklus kann bei energetisch sanierten Altbauten sogar insgesamt besser aussehen als die eines Niedrigenergie- oder Passivhaus-Neubaus.

Weitere Vorteile:

  • Mit der energetischen Sanierung steigen auch andere Wohlfühlfaktoren im Haus. Eine bessere Wärmedämmung bringt in der Regel spürbare Nebeneffekte wie Schallschutz und Feuchtigkeitsschutz mit sich. Auch der Brandschutz und die Lebenszeit der Bausubstanz können verbessert werden.

 

 

Fördermittel (Stand: März 2021)

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gewährt auch für Einzelmaßnahmen der energetischen Sanierung günstige Kredite. Dazu gehören zum Beispiel Photovoltaikanlagen, eine neue Erneuerbare-Energien-Heizung oder eine neue Dämmung. Die Kredite betragen bis zu 120.000 Euro für eine Komplettsanierung zum sogenannten KfW-Effizienzhaus. Wichtig: Die Maßnahmen müssen vorher angemeldet und von einem Fachplaner komplett begleitet werden.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Einzelmaßnahmen bei der energetischen Sanierung mit Zuschüssen. Dazu gehören Dämmsysteme, neue Fenster und Türen sowie (der erstmalige Einbau von) Sonnenschutzeinrichtungen mit optimierter Tageslichtversorgung. Der Fördersatz beträgt 20 Prozent der Ausgaben bei einem Mindestinvestitionsvolumen von 2000 Euro. Maximal sind 60.000 Euro pro Wohneinheit förderfähig. Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) sind 5 Prozent extra drin. Bei der BAFA-Förderung muss ein von der Deutschen Energie-Agentur ausgewiesener Energie-Effizienz-Experte einbezogen werden.

Das Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi) weist auf steuerliche Förderungen für Energieeffizienzmaßnahmen wie die energetische Sanierung hin. Bei den Maßnahmen sind 20 Prozent der Aufwendungen (max. 40.000 Euro pro Wohnobjekt) über drei Jahre verteilt steuerlich absetzbar. Die Baubegleitung und Fachplanung sind abweichend davon zu 50 Prozent absetzbar. Der Abzug erfolgt von der individuellen Steuerschuld und wird bei der Einkommensteuererklärung beim Finanzamt geltend gemacht.

 

 

Weiterführende Links: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien/Energetische-Sanierung/

https://www.bafa.de/DE/Energie/Effiziente_Gebaeude/Sanierung_Wohngebaeude/sanierung_wohngebaeude_node.html

https://www.deutschland-machts-effizient.de/KAENEF/Redaktion/DE/Foerderprogramme/steuerliche-foerderung-fuer-energetische-gebaeudesanierung.html

https://www.energie-effizienz-experten.de/