Dauerbrenner - für helle Köpfe

Energiesparlampen von A-Z

Energiesparlampen – fachspezifisch Kompaktleuchtstofflampen“ genannt – haben sich zu echten Dauerbrennern entwickelt. Mittlerweile gibt es die sparsamen Leuchtmittel nicht mehr nur in der klassischen Staboptik, sondern in allen erdenklichen Farben und Formen. Lesen Sie, was die Energiesparlampen auszeichnet, wie sie funktionieren und was sich mit ihnen sparen lässt.

Was sind Energiesparlampen?

Energiesparlampen sind eine Weiterentwicklung der guten alten Leuchtstoffröhre (früher fälschlicherweise auch Neonröhre genannt), wie sie in den 60er Jahren populär wurde. 1986 kamen die ersten elektronisch geregelten Leuchtstofflampen auf den Markt – die ersten Kompaktleuchtstofflampen. Seitdem gab es vielfache Entwicklungen und Fortschritte, etwa was die Lichtfarben, Belastungsfähigkeit und Formen betrifft.

Wie sind Energiesparlampen aufgebaut?

Kompaktleuchtstofflampen bestehen aus einem Glasrohr und einem Sockel. Das Glasrohr ist mit einem Edelgas wie zum Beispiel Quecksilberdampf gefüllt. An der Innenseite des Glaskolbens ist außerdem eine spezielle Leuchtschicht aufgebracht, die die Farbe des Lichtes bestimmt. Im Sockel der Lampe ist das Vorschaltgerät eingebaut.

Wie funktionieren Energiesparlampen?

Energiesparlampen gehören zu den Gasentladungslampen. Licht wird bei ihnen, anders als in Glühlampen, nicht durch einen glühenden Draht erzeugt, sondern durch eine Gasentladung im Lampeninneren. Beim Einschalten wird dieses durch Elektronenbeschuss zur Emission von UV-Strahlung angeregt. Diese für das menschliche Auge unsichtbare ultraviolette Strahlung wird anschließend durch einen fluoreszierenden Leuchtstoff auf der Lampeninnenfläche in sichtbare Strahlung, also Licht, umgewandelt. Zu den Gasentladungslampen gehören übrigens auch Halogenlampen.

Was sind elektronische Vorschaltgeräte?

Kompaktleuchtstofflampen können wie alle Entladungslampen nicht direkt an der Netzspannung betrieben werden. Sie benötigen spezielle Vorschaltgeräte, die in das Gehäuse integriert sind, den Lampenstrom zwischen Netz und Lampe begrenzen und durch einen Starter für eine sichere Zündung sorgen. Am effizientesten sind elektronische Vorschaltgeräte. Sie ermöglichen einen flimmerfreien Sofortstart und machen die Lebensdauer von der Schalthäufigkeit unabhängig.

Was bringt ein elektronisches Vorschaltgerät?

Diese Schaltung startet die Lampe sanft und schonend und ermöglicht so eine höhere Lebensdauer. Energiesparlampen mit elektronischer Vorschaltung werden besonders für Räume empfohlen, in denen das Licht häufig ein- und ausgeschaltet wird, etwa Treppenflure.

Wie lange halten Energiesparlampen?

Die Lebensdauer von Energiesparlampen reicht von 5000 bis 15 000 Betriebsstunden. Die Lebensdauer ist meist auf der Verpackung angegeben. Im Vergleich dazu leuchtet eine herkömmliche Glühlampe nur etwa 1000 Stunden.

Was lässt sich mit Energiesparlampen sparen?

Geht man von einer durchschnittlichen Betriebsdauer von 10.000 Stunden und einer Leistung von 20 Watt aus, was einer herkömmlichen 100-Watt-Glühbirne entspricht, lassen sich mit einer einzigen Kompaktleuchtstofflampe mindestens 70 Euro sparen.

Lassen sich Energiesparlampen dimmen?

Ja. Es gibt spezielle Dimmer, mit denen es möglich ist, Kompaktleuchtstofflampen zu regeln. Dabei sollte man sich vom Fachhandel beraten lassen.

Was bedeutet der Begriff „Lichtfarbe“?

Wie der Name schon sagt, beschreibt er das Aussehen eines weißen Objektes, wie es vom Betrachter wahrgenommen wird. Unterschieden werden die Farben Warmweiß, Neutralweiß und Tageslichtweiß.

Was bezeichnet der Farbwiedergabeindex?

Er sagt etwas über die farbliche Wirkung einer Lampe aus, die ihr Licht auf Gegenständen hervorruft. Diese wird nach DIN 5035 in die Stufen 1A, 1B, 2A, 2B, 3 und 4 eingeteilt. Die Stufen 1A und 1B werden für besonders hohe Ansprüche empfohlen, für geringere Ansprüche genügt Stufe 3. Im Fachhandel erhältliche Kompaktleuchtstofflampen haben einen ähnlich guten Farbwiedergabeindex wie Glühlampen.

Wie entsorgt man Energiesparlampen?

Kompaktleuchtstofflampen enthalten eine geringe Menge Quecksilber (ca. 5 mg). Deshalb ist eine Entsorgung über den Sondermüll nötig. Im Recyclingverfahren werden die Reststoffe dann wieder dem Wirtschaftskreislauf zugeführt und entlasten so die Umwelt.