WVG Netz investiert rund 1,1 Mio. Euro in Gas- und Stromnetz

Schwerpunkt in Stadtteilen Hirschberg und Warstein

Erweiterung der Infrastruktur ermöglicht städtische Entwicklung

 

Warstein. Die WVG Netz GmbH, Netzgesellschaft der Warsteiner Verbundgesellschaft (WVG), investiert im Jahr 2021 rund 1,1 Mio. Euro in die Energieinfrastruktur in der Stadt Warstein. Schwerpunkte sind Anschluss- und Versorgungsarbeiten in den Stadtteilen Warstein und Hirschberg. Die frisch ernannten Geschäftsführer der WVG Netz, Jens Viefhues und Andreas Schunk, erklären dazu: „Mit den erneut hohen Investitionen leistet die WVG einen wichtigen Beitrag zur weiteren Entwicklung der Infrastruktur in Warstein und damit zur Verbesserung der Lebensbedingungen in unserer Stadt.“ - Der bisherige Geschäftsführer Thomas Walkiewicz scheidet auf eigenen Wunsch aus, um sich seinen anderen Aufgaben bei Westnetz widmen zu können.

Im Zuge der Bauarbeiten am Rathaus wird die dort bisher integrierte Transformatorstation ausgebaut. Mit rund 50 Jahren Betriebszeit ist sie in die Jahre gekommen. An ihre Stelle tritt eine moderne 10-Kilovolt-Kompakt-Ortsnetzstation, die dann aber außerhalb des städtischen Gebäudes aufgestellt wird. „Die neue Ortsnetzstation ist so ausgelegt, dass die weitere Entwicklung in der Innenstadt möglich ist. Mit einem Investitionsaufwand von rund 200 000 Euro ist sie zudem preisgünstiger, als die Ertüchtigung der alten Anlage“, erklärt Jens Viefhues, als Leiter des Regionalzentrums Arnsberg der Westnetz verantwortlich für die technische Entwicklung der Energienetze in der Region. Die Westnetz ist von der WVG Netz mit der Weiterentwicklung und dem Betrieb der Netze für Strom und Gas in Warstein beauftragt. Hintergrund der Investition ist die Errichtung neuer Gebäude und die damit verbundene Ansiedlung von Gewerbe im Umfeld des Rathauses. Der Netzbetreiber erwartet, dass mit der Fertigstellung der Gebäude künftig auch der Bedarf an elektrischer Energie ansteigen wird.

Wenige hundert Meter Luftlinie weiter, neben dem Gebäude der Feuerwehr, wird ebenfalls eine neue Ortsnetzstation errichtet. Um die in diesem Gebiet gestiegene elektrische Leistung vorhalten zu können ist diese Maßnahme erforderlich. Kostenpunkt: etwa 70 000 Euro.

In der Ortschaft Hirschberg wurde und wird in Teilbereichen des Rodelwegs und im Wolterssiepen aufgrund von Anmeldungen für Gashausanschlüsse eine Gasversorgung aufgebaut. Die Kosten hierfür belaufen sich auf etwa 30 000 Euro.

Zur Zeit laufen im Gebiet des Feriensparkes Hirschberg Bache die Glasfasererschließungsarbeiten. Dort haben sich bis jetzt 25 Interessenten gemeldet. Da die Tiefbauer dort die Gräben ohnehin schachten müssen, wird aufgrund der hohen Nachfrage auch gleich eine Gasversorgung mit aufgebaut. Auch alte Stromkabel werden gegen neue ausgetauscht, wo dies zur Nutzung von Synergieeffekten sinnvoll ist.

Das übrige Budget hat die WVG Netz in Zusammenarbeit mit Westnetz für Kundenanfragen eingeplant, die für das Jahr 2021 zu erwarten sind. „Bei Neubauten müssen wir ja zuerst die Leitungen bauen und das Gebäude anschließen, bevor wir sicher und zuverlässig Gas und Strom dorthin schicken können“, erklärt WVG-Netz-GmbH-Geschäftsführer Jens Viefhues.

Der hiesige Netzbetreiber Westnetz und die WVG prüfen jährlich, welche Komponenten der Gas- und Stromnetze in Warstein zu erneuern sind. Je nach Alter und technischer Notwendigkeit werden im Zuge der Straßenausbaumaßnahmen verschiedene Bestandteile der Gas- und Stromnetze ausgetauscht. Alle geplanten Maßnahmen werden mit der Stadt Warstein und anderen Versorgungsträgern koordiniert. In den meisten Fällen ergeben sich hier Synergieeffekte und der doppelte Aufbruch von Oberflächen kann vermieden werden.

 

Über WVG und WVG Netz

Die WVG versorgt im Raum Warstein 11.000 Haushalte mit Strom und 5.500 Haushalte mit Erdgas. Die Gesellschaft wurde 1999 gegründet und befindet sich zu 59,8 % im Eigentum der Stadt, zu 25,1 % im Eigentum der innogy SE und zu weiteren 15,1 % im Eigentum der Warsteiner Brauerei. Für die WVG arbeiten vor Ort in Warstein 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Strom- und Gasnetz wurde am 1. Januar 2015 an die WVG-Netz-GmbH, eine 100%ige Tochtergesellschaft der WVG, übertragen. Der Betrieb des Strom-und Gasnetzes erfolgt auf Pachtbasis durch die Westnetz GmbH, den Verteilnetzbetreiber der Westenergie AG. Geschäftsführer der WVG mbH ist Andreas Schunk. Geschäftsführer der WVG Netz GmbH sind Jens Viefhues und Andreas Schunk.