WVG bietet neuen Laufzeittarif mit Preisvorteil

Warstein. Die Warsteiner Verbundgesellschaft (WVG) führt zum 1. Januar günstige Tarife mit zeitlich begrenzter Laufzeit ein. Damit bietet die WVG eine Alternative zu den bisherigen Tarifen, bei denen Preissteigerungen unumgänglich sind. Die neue CO2-Abgabe nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) und steigende Netzentgelte machen nun auch für den Warsteiner Lokalversorger Preisanpassungen notwendig. Erhöht werden müssen zum 1. Januar 2021 die Tarife der Grundversorgung Strom und Gas und die Preise der Sonderverträge Gas. Dagegen bleiben die Sondertarife für Strom auch im kommenden Jahr bis auf eine Ausnahme stabil.

„Preiserhöhungen im Laufe des Jahres 2020 konnten wir vermeiden, nicht zuletzt, weil wir die Strom- und Gasmengen für unsere Kunden günstig eingekauft haben. Die sogenannte CO2-Steuer auf Gas, die für die WVG über eine halbe Million € ausmacht, können wir aber nicht kompensieren“, sagt WVG-Geschäftsführer Andreas Schunk. Hinzu kämen als weiterer Kostenfaktor steigende Netzentgelte für das Strom- und das Gasnetz.

Der Grundpreis im Grundversorgungstarif Strom steigt um 3,57 € auf 11,90 € monatlich; der Arbeitspreis bleibt unverändert. Der Grundpreis in der Grundversorgung Gas (warstein.gas gv) steigt um 2,38 € auf 11,31 € monatlich und der Arbeitspreis pro kWh um 0,99 Cent auf 7,08 Cent. Der Grundpreis des wichtigsten Sondervertrags Gas (Sondervertrag warstein.gas) steigt um 1,19 € auf 10,12 € pro Monat und der Arbeitspreis um 0,60 Cent auf 6,19 Cent je kWh. Alle Preise beinhalten 19 % Mehrwertsteuer. Die Strom-Sondertarife (etwa der Anfang des Jahres neu eingeführte Ökostromtarif wvg-lokalstrom.öko) bleiben bis auf eine Ausnahme – den Grundpreis des Tarifs Landwirtschaftsstrom spezial – unverändert.

Die neuen Verträge, entwickelt zur Entlastung der Kunden, führt die WVG ab 2021 für Strom und für Gas ein. Sie laufen jeweils bis zum Ende eines Kalenderjahres. Schunk: „Damit gewinnen wir Planungssicherheit und einen Preisvorteil, den wir gern an unsere Kundinnen und Kunden weitergeben.“

Die CO2-Abgabe resultiert aus dem neuen Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG). Es schafft die Grundlagen für den Handel mit Zertifikaten für Emissionen aus Brennstoffen im Rahmen des Klimapakets. Durch die Bepreisung dieser Emissionen soll bei jedem Haushalt und jedem Unternehmen ein Anreiz zu energiesparendem und somit umweltschonendem Verhalten erzielt werden. Ab 2021 wird die CO2-Abgabe auf in Verkehr gebrachte Brennstoffe (zunächst Erdgas, Flüssiggase, Heizöle, Kraftstoffe) erhoben und verteuert diese Brennstoffe somit für alle Verbraucher. Die Abgabe startet mit 25 € je Tonne CO2 im Jahr 2021 und steigt in Stufen bis zum Jahr 2025 auf 55 € je Tonne CO2.

„Die Kosten steigen für alle Versorger. Deswegen sind wir davon überzeugt, auch im Jahr 2021 im Marktumfeld absolut wettbewerbsfähig zu sein.“, sagt Schunk. „Darüber hinaus fließt der Gewinn der WVG überwiegend in den Haushalt der Stadt. Außerdem unterstützen wir das Warsteiner Vereinsleben mit unserem Sponsoring und handeln nach dem Prinzip der Regionalität, wo immer dies möglich ist.“

Betroffene Kunden erhalten persönliche Briefe, mit denen sie über die Preisänderungen in ihrem jeweiligen Tarif informiert werden. Auch im Internet sind die neuen Preisblätter ab sofort verfügbar. Darüber hinaus stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der WVG für eine persönliche und telefonische Beratung während der Öffnungszeiten zur Verfügung.