Warsteiner Verbundgesellschaft solide aufgestellt

Geschäftsführer Schunk 100 Tage im Amt

Vorbereitung für 20jähriges Jubiläum laufen

Rund 100 Tage nach Amtsantritt zieht Andreas Schunk (53), Geschäftsführer der Warsteiner Verbundgesellschaft (WVG), gemeinsam mit Prokurist Sascha Bauch (45) eine erste Zwischenbilanz: Das Unternehmen ist solide aufgestellt und profitiert von dem engagiert arbeitenden Team. Besondere Bedeutung für den Warsteiner Energieversorger haben in diesem Jahr die Vorbereitungen für das 20jährige Jubiläum, das im Rahmen des Warsteiner Herbstes gefeiert werden soll.

Die endgültigen Zahlen für das Jahr 2018 stehen noch nicht fest, jedoch wird sich das Jahresergebnis in etwa im Rahmen der Ergebnisse der Vorjahre bewegen. Das Ergebnis für 2019 werde voraussichtlich schwächer ausfallen. Grund seien gestiegene Beschaffungskosten für Strom und Gas und die zugunsten der Kunden bis Mai zurückgehaltene Preiserhöhung. „Die Preisanpassung war nach mehreren Jahren der Preisstabilität unvermeidlich. Wir haben sie aber erst nach der Heizperiode umgesetzt und damit unsere Kunden etwas geschont“, so Schunk.

„Der Wettbewerb auf dem Energiemarkt ist in den vergangenen Jahren immer härter geworden. Bislang konnte die WVG jedoch ihre starke Marktposition in Warstein halten“, erklärt Schunk. Das gesamte Team konzentriere sich derzeit auf die Konsolidierung des Tagesgeschäfts: Dazu gehören der Kundenservice, die strukturierte Energiebeschaffung und die Erstellung des Jahresabschlusses. Außerdem stehen kleinere interne Restrukturierungsmaßnahmen und die Weiterentwicklung des Teams an. „Ich habe ein motiviertes Team vorgefunden, das auch in schwierigen Situationen funktioniert. Für die Zukunft wollen wir uns personell verstärken und Entwicklungspotentiale nutzen, um unseren Kundenservice weiter zu verbessern. So können wir unsere Kunden halten und neue gewinnen“, sagt Schunk.

Vom Ertrag der WVG profitiert vor allem die Stadt Warstein. Der Kämmerer kann sich jedes Jahr auf eine Gewinnausschüttung freuen. So unterstützt der lokale Strom- und Gasanbieter die Erfüllung öffentlicher Aufgaben. Daneben tritt die WVG unterjährig als Sponsor für zahlreiche Sportvereine und Kulturprojekte in Erscheinung. „Wir sind ein lokales Unternehmen und das sollen die Bürger auch erleben können“, so Bauch.

Die WVG versorgt 11.500 Haushalte in Warstein und Umgebung mit Gas und Strom. Das Unternehmen wurde 1999 gegründet. Anteilseigner sind die Stadt Warstein mit 59,8 Prozent, die Warsteiner Brauerei mit 15,1 Prozent und die Innogy (als Nachfolgerin der RWE) mit 25,1 Prozent. Insgesamt zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten derzeit bei dem lokalen Energieversorger, dessen Kundenbüro und Verwaltung an der Belecker Landstraße, direkt unter der Gaskugel, zu finden sind.

Die Netze für Strom und Gas wurden im Jahr 2015 in die WVG Netz GmbH, eine 100 %ige Tochter der WVG eingebracht. Diese hat das Netz an die Innogy-Tochter Westnetz verpachtet. Die WVG finanziert die Investitionen in die Netze und erhält Pachteinnahmen. Auf diese Weise sind die WVG und damit die Stadt an dem wirtschaftlichen Ergebnis der Netze weiterhin beteiligt. Die operative Arbeit im Netz wird dagegen von einem großen Netzbetreiber ausgeführt, der hochqualifiziertes Fachpersonal hat und von Baumaßnahmen über Regulierung bis zum Notfalldienst alles abdeckt.

Das 20jährige Firmenjubiläum wird greifbar und erlebbar im Rahmen des Warsteiner Herbstes. „Wir sind zurzeit dabei, das Konzept zu erstellen“, erklärt Bauch. Er verspricht, dass Künstler auftreten werden, die in Warstein einen guten Namen haben und bei denen gute Stimmung garantiert ist. Auch ein Informationsangebot rund um Energiethemen sei in Vorbereitung. „Die Planungen laufen auf Hochtouren und ich bin überzeugt, dass wir den Warsteinerinnen und Warsteinern ein unterhaltsames und informatives Programm bieten werden“, zeigt sich Prokurist Bauch überzeugt.