Neue Energielabels und Regelungen 2016

WVG erklärt worauf Energieverbraucher im neuen Jahr achten müssen

Neues Jahr, neue Regeln: Im Januar 2016 ändern sich wieder zahlreiche Gesetze und Verordnungen – auch für Energieverbraucher. Die WVG weist ihre Kunden deswegen zum Jahreswechsel auf die strengeren Regeln beim Energiebedarf von Neubauten sowie auf neue Kennzeichnungen für Heizungen und Lüftungsgeräte hin.
 
„Wer 2016 ein Haus baut, sollte bei seinen Planungen unbedingt die neuen Mindestanforderungen der Energieeinsparverordnung beachten“, sagt WVG-Chef Bernd Gerdes. „Vor allem in den Bereichen Energieverbrauch und Dämmung sind die Regeln etwas strenger geworden.“ So muss ein Haus, das 2016 gebaut wird, mindestens 25 Prozent weniger Primärenergie verbrauchen als eines, das 2015 errichtet wurde. Dabei wird  nicht nur die Menge der Energie berücksichtig, die ins Haus geliefert wird, auch die Art der Energie spielt eine wichtige Rolle. Gas, Strom oder Öl wirken sich demnach negativer auf die Energiebilanz aus als regenerative Energieträger. Auch der erlaubte Wärmeverlust durch die Gebäudehülle wurde um 20 Prozent gesenkt. Das hat zur Folge, dass ein Neubau 2016 mit einer dickeren Dämmung ausgestattet sein muss, als bisher.
 
Auf die Besitzer alter Heizgeräte kommen ebenfalls Änderungen zu. Nachdem neue Heizanlagen bereits seit September 2015 ein EU-Energielabel tragen müssen, kommt im neuen Jahr das sogenannte „Nationale Effizienzlabel für Altgeräte“ ergänzend hinzu. Ab 2016 werden u.a. Schornsteinfeger damit beginnen, sukzessive Heizkessel mit dieser kostenlosen Kennzeichnung auszustatten, die die Altersgrenze von 15 Jahren überschritten haben. „Das Label sagt allerdings nur etwas über die Energieeffizienz des Anlagentyps aus, nicht über den individuellen Zustand des Heizgerätes“, sagt Gerdes.
 
Auch Wohnraumlüftungsgeräte müssen ab dem 1. Januar ein Energielabel tragen. Damit können Bauherren genau erkennen, wie energiesparend und effizient die Lüftung arbeitet. „Ein Lüftungsgerät sollte mindestens so viel Primärenergie einsparen, wie es verbraucht“, sagt Gerdes. Die Bewertung auf dem Label reicht von A+ (grün), was einer Primäreinsparung von über 42 kW/h pro Quadratmeter und Jahr gleichkommt, bis zur mangelnden Effizienz der G-Klasse (rot), die ungefähr der Energieeffizienz des Fensterlüftens entspricht.