Heizungsthermostate funktionieren nicht wie Wasserhähne

WVG gibt Tipps zum Heizen und Lüften

Ein Grad mehr entspricht 6% mehr Heizkosten

Die Warsteiner Verbundgesellschaft (WVG) gibt zum Start der Heizsaison Tipps zum Heizen und zum Lüften. Um die Wohnung schnell aufzuheizen, drehen viele das Thermostatventil auf die höchste Stufe. Das koste unnötig Geld, so WVG-Prokurist Torsten Kosfeld. Mit der höchsten Einstellung werde es nicht schneller warm. „Ein Thermostat funktioniert nicht wie ein Wasserhahn, bei dem man die Durchflussmenge regulieren kann.“ In einem abgekühlten Raum werde eine gewünschte Temperatur gleich schnell erreicht, unabhängig davon, ob der Regler auf Stufe 3 oder 5 aufgedreht werde.

Die Zahlen am Drehregler zeigen an, welches Temperaturniveau erreicht werden soll. Im ungünstigen Falle steigt auch noch der Verbrauch an, wenn der Heizkörper auf Stufe 5 die Temperatur noch weiter erhöht als eigentlich nötig. Nach einer Faustregel bedeute ein Grad mehr um 6% höhere Heizkosten. Wer tagsüber nicht zuhause sei, solle die Heizung niedrig einstellen und einen programmierbaren Thermostat wählen, um abends in eine warme Wohnung zu kommen, so Kosfeld.

Zum richtigen Heizen gehört übrigens auch das richtige Lüften. Bei Fenstern, die auf Kipp stehen, findet kein Luftaustausch im Zimmer statt. Wohl aber verliert der Raum Wärmeenergie. „Richtig ist die so genannte Stoßlüftung: Fenster einmal am Tag für 4-5 Minuten sperrangelweit öffnen, dann schließen.“ Auf diese Art und Weise verliert der Raum so gut wie keine Wärme, wohl aber wird die Luft ausgetauscht.