WVG bietet keine „Infrarot-Tarife“

Heizmodule können Wärme nicht speichern

Die Warsteiner Verbundgesellschaft (WVG) weist darauf hin, dass es für Infrarotheizungen keine Sondertarife gibt. Vielmehr müssen diese Heizgeräte mit ganz normalem Haushaltsstrom betrieben werden und können den ca. 4 Cent günstigeren Nachtstrom der WVG nicht zur Wärmespeicherung nutzen. Ganz im Gegensatz zu den immer noch in vielen Wohnungen vorhandenen Nachtstromspeicherheizungen. Hersteller und regionale Vertriebspartner erwecken gegenüber Kunden offenbar den Eindruck, dass die WVG besonders günstige Tarife für Nutzer von Infrarotheizungen anbieten.

Die Hersteller der Infrarotheizungen loben die Technologie als Alternative zu Nachtstromspeichergeräten. Diese herkömmlichen Konvektionsheizungen wirbeln Staub auf und heizen insbesondere den Fußboden nicht besonders gut. Die besonders flachen Infrarotgeräte hingegen sorgen für eine so genannte Raumhüllentemperierung, damit angeblich auch für mehr Fußbodenwärme und benötigen deutlich weniger Platz. Statt wie die Nachstromspeichergeräte klobig an der Wand zu stehen, werden Infrarotheizgeräte einfach an die Wand gehängt, oft maskiert durch Spiegel, oder Bilder. Angeschlossen werden sie an die übliche 230-Volt-Steckdose.

„Letztendlich bleibt der Stromverbrauch in etwa gleich“, so Thorsten Kosfeld, Prokurist der WVG. „Es kann höchstens mal sein, dass der Nutzer eines Infrarotgerätes bewusster auf seinen Heizstromverbrauch achtet und deshalb weniger heizt.“ Oft staunen die Kunden über den Stromverbrauch der Infrarotheizungen. Kosfeld: „Wir empfehlen allen, die sich mit dem Thema beschäftigen, sich vor einer Anschaffung an die Energieberatung der WVG zu wenden. Es ist leider allzu oft der Fall, dass unsere Kunden erst deutlich nach einer solchen Investition zu uns kommen, um sich über Tarifvarianten zu informieren. Dann ist es für eine Energieberatung zu spät.“

Die WVG weisen in diesem Zusammenhang auch auf Untersuchungen unabhängiger Experten hin. So hat das Wuppertal Institut in Zusammenarbeit mit den Verbraucherzentralen heraus gefunden, dass ein Spareffekt höchstens dann eintritt, wenn der gleiche Tarif wie bei Nachtstromspeichergeräten zugrunde gelegt werden kann. Das aber ist nicht möglich, weil die Infrarotgeräte den Strom benötigen wenn auch die Wärme gebraucht wird und so nicht vom preiswerteren Nachtstrom profitieren können. Bei Stückpreisen von 400 bis 800 Euro pro Heizplatte kommt es im normalen Haushalt schnell zu Investitionskosten von 8000 Euro zuzüglich Montage. Diese rund 10 000 Euro kann man durch Stromkostenersparnis unter den üblichen Bedingungen langfristig nicht einsparen.
 

 

Die WVG weisen in diesem Zusammenhang auch auf Untersuchungen unabhängiger Experten hin. So hat das Wuppertal Institut in Zusammenarbeit mit den Verbraucherzentralen heraus gefunden, dass ein Spareffekt höchstens dann eintritt, wenn der gleiche Tarif wie bei Nachtstromspeichergeräten zugrunde gelegt werden kann. Das aber ist nicht möglich, weil die Infrarotgeräte den Strom benötigen wenn auch die Wärme gebraucht wird und so nicht vom preiswerteren Nachtstrom profitieren können. Bei Stückpreisen von 400 bis 800 Euro pro Heizplatte kommt es im normalen Haushalt schnell zu Investitionskosten von 8000 Euro zuzüglich Montage. Diese rund 10 000 Euro kann man durch Stromkostenersparnis unter den üblichen Bedingungen langfristig nicht einsparen.